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1. Korinther 12 – Vielfalt und Einheit in geistlichen Gaben
A. Der Heilige Geist ist die Quelle der Gaben
1. Einführung in das Thema der Geisteswirkungen
1. Korinther 12, 1-3
1. Korinther 12, 1-3
Über die Geisteswirkungen aber, ihr Brüder, will ich euch nicht in Unwissenheit lassen. Ihr wisst, dass ihr einst Heiden wart und euch fortreißen ließt zu den stummen Götzen, so wie ihr geführt wurdet. Darum lasse ich euch wissen, dass niemand, der im Geist Gottes redet, Jesus verflucht nennt; es kann aber auch niemand Jesus Herrn nennen als nur im Heiligen Geist.
Leider sind viele Christen in genau diesen Punkten in Unwissenheit.
2. Vielfalt und Einheit der Gaben
1. Korinther 12, 4-6
1. Korinther 12, 4-6
Es bestehen aber Unterschiede in den Gnadengaben, doch es ist derselbe Geist; auch gibt es unterschiedliche Dienste, doch es ist derselbe Herr; und auch die Kraftwirkungen sind unterschiedlich, doch es ist derselbe Gott, der alles in allen wirkt.
3. Die Spielarten der Manifestationen des Geistes
1. Korinther 12, 7-11
1. Korinther 12, 7-11
Jedem wird aber das offensichtliche Wirken des Geistes zum [allgemeinen] Nutzen verliehen. Dem einen nämlich wird durch den Geist ein Wort der Weisheit gegeben, einem anderen aber ein Wort der Erkenntnis gemäß demselben Geist; einem anderen Glauben in demselben Geist; einem anderen Gnadengaben der Heilungen in demselben Geist; einem anderen Wirkungen von Wunderkräften, einem anderen Weissagung, einem anderen Geister zu unterscheiden, einem anderen verschiedene Arten von Sprachen, einem anderen die Auslegung der Sprachen. Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist, der jedem persönlich zuteilt, wie er will.
B. Stehen einige dieser Gaben des Heiligen Geistes der Gemeinde heute nicht mehr zur Verfügung?
1. Dies ist ein Thema, das den Leib Christi sowohl theologisch als auch geistlich sehr gespalten hat. Manche Christen sind der Überzeugung, dass für diejenigen die glauben, alle Gaben für die heutige Zeit bestimmt sind (gewöhnlich ‚Charismatiker‘ oder ‚Pfingstler‘ genannt), vom Satan getäuscht werden. Umgekehrt gibt es andere, die meinen, wer denkt einige der Gaben würden nicht mehr gegeben, sei ungeistlich und tot auf seinem Weg mit Gott
2. Zunächst müssen wir das Problem verstehen. Es glaubt so gut wie kein Christ, dass heute in der Gemeinde keine Gaben mehr existieren. Sie glauben alle, dass die Gaben der Lehre und der Verwaltung in der Gemeinde heute gegeben und gebraucht werden. Umstritten sind diejenigen Gaben, die einen übernatürlichen Charakter haben
3. Was sagt die Bibel über das Fortbestehen aller Gaben des Geistes?
4. Warum glauben manche Christen, dass einige Gaben des Heiligen Geistes heute nicht mehr von Gott gegeben werden?
5. Zeigt die Vergangenheit des Christentums, dass einige der Gaben verschwunden sind? Falls ‚ja‘ – wann und wie?
C. Die Vielfalt und Einheit der Gaben des Heiligen Geistes
1. Die Tatsache der Einheit: Die Gläubigen gehören alle zu einer größeren Einheit, dem Leib Jesu Christi
1. Korinther 12, 12-14
1. Korinther 12, 12-14
Denn gleichwie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des einen Leibes aber, obwohl es viele sind, als Leib eins sind, so auch der Christus. Denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hinein getauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen, Knechte oder Freie, und wir sind alle getränkt worden zu einem Geist. Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.
2. Ausführliche Darstellung des Prinzips anhand der Veranschaulichung durch einen Körper
1. Korinther 12, 15-20
1. Korinther 12, 15-20
Wenn der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum gehöre ich nicht zum Leib! – gehört er deswegen etwa nicht zum Leib? Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum gehöre ich nicht zum Leib! – gehört es deswegen etwa nicht zum Leib? Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Ohr wäre, wo bliebe der Geruchssinn? Nun aber hat Gott die Glieder, jedes einzelne von ihnen, so im Leib eingefügt, wie er gewollt hat. Wenn aber alles ein Glied wäre, wo bliebe der Leib? Nun aber gibt es zwar viele Glieder, doch nur einen Leib.
3. Fortgesetzte Erklärung, die zeigt, dass die weniger ‚glamourösen‘ Körperteile ebenso wichtig sind
1. Korinther 12, 21-26
1. Korinther 12, 21-26
Und das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich brauche dich nicht! oder das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht! Vielmehr sind gerade die scheinbar schwächeren Glieder des Leibes notwendig, und die [Glieder] am Leib, die wir für weniger ehrbar halten, umgeben wir mit desto größerer Ehre, und unsere weniger anständigen erhalten umso größere Anständigkeit; denn unsere anständigen brauchen es nicht. Gott aber hat den Leib so zusammengefügt, dass er dem geringeren Glied um so größere Ehre gab, damit es keinen Zwiespalt im Leib gebe, sondern die Glieder gleichermaßen füreinander sorgen. Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.
4. Gott verteilt Gaben und Berufungen nach seinem Wohlgefallen
1. Korinther 12, 27-31
1. Korinther 12, 27-31
Ihr aber seid [der] Leib des Christus, und jeder ist ein Glied [daran] nach seinem Teil. Und Gott hat in der Gemeinde etliche eingesetzt, erstens als Apostel, zweitens als Propheten, drittens als Lehrer; sodann Wunderkräfte, dann Gnadengaben der Heilungen, der Hilfeleistung, der Leitung, verschiedene Sprachen. Sind etwa alle Apostel? Sind etwa alle Propheten? Sind etwa alle Lehrer? Haben etwa alle Wunderkräfte? Haben alle Gnadengaben der Heilungen? Reden alle in Sprachen? Können alle auslegen? Strebt aber eifrig nach den vorzüglicheren Gnadengaben, und ich will euch einen noch weit vortrefflicheren Weg zeigen.
© 2022 The Enduring Word Bible Commentary by David Guzik.