Als Seine Familie dachte, Jesus sei verrückt

by | Aug. 10, 2025 | Blog, Wöchentliche Andacht

Und sie traten in das Haus, und es kam nochmals eine Volksmenge zusammen, sodass sie nicht einmal Speise zu sich nehmen konnten. Und als die, welche um ihn waren, es hörten, gingen sie aus, um ihn zu ergreifen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen! (Markus 3,20-21)

Markus vergeudet in seinem Bericht über das Leben Jesu weder Zeit noch Worte. Bereits in Kapitel 3 folgten große Menschenmengen Jesus. Hier beschreibt Markus eine Volksmenge, die so groß war sodass sie nicht einmal Speise zu sich nehmen konnten. Es geht darum, dass die vielen Menschen Jesus und die Jünger so sehr bedrängten, dass sie keine Zeit oder keinen Platz hatten, etwas zu essen.

Als Seine Familie dachte, Jesus sei verrückt

Man könnte meinen, dass Seine Familie stolz auf Ihn sein würde. Maria, die Mutter Jesu, war noch am Leben, und er hatte Brüder und Schwestern (Markus 6,3). Würden sie sich nicht freuen, dass ihr eigener Bruder so viel Gutes tat und dadurch so bekannt wurde?

Sie waren weder glücklich noch stolz auf ihren Bruder. Es war vielmehr so, dass die, welche um ihn waren, (die Familie von Jesus und möglicherweise enge Freunde), die Jesus vor dieser Zeit der großen Popularität kannten, sagten, er sei verrückt.

Markus hat es folgendermaßen beschrieben: sie sagten: Er ist von Sinnen! Jesus war der geistig gesündeste und vernünftigste Mensch, der je gelebt hat. Wie konnten Menschen, die Ihm nahestanden denken, er sei verrückt? Mir fallen einige Gründe dafür ein, warum die, welche um ihn waren gedacht haben konnten, er sei von Sinnen.

– Er hat ein gut gehendes Geschäft aufgegeben, um Wanderprediger zu werden.
– Religiöse und politische Führer schmiedeten Pläne, ihn umzubringen, aber er ließ sich davon überhaupt nicht beeindrucken (Markus 3,6). Sie hatten Angst um Jesus.

– Große Volksmengen folgten Jesus, und sie wussten, dass einem Ruhm, Aufmerksamkeit und Berühmtheit zu Kopf steigen können (Markus 3,7-8).
– Jesus wählte eine Gruppe von Jüngern aus, die so merkwürdig war, dass sein Urteilsvermögen in Frage gestellt werden konnte (Mark 3,13-19).
– Der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war, dass der Druck dieses unglaublichen Dienstes dazu führte, dass er es nicht mehr schaffte, regelmäßige Mahlzeiten zu sich zu nehmen (sodass sie nicht einmal Speise zu sich nehmen konnten).

Jesus musste es sich immer gefallen lassen, von den religiösen und politischen Führern abgelehnt zu werden, und in gewisser Weise war es verständlich, dass sie Jesus hassten – er stellte eine Bedrohung für ihren Ruhm und Reichtum dar. Zweifellos war es für Jesus schmerzhafter und herausfordernder, mit der Art und Weise umzugehen, wie die, welche um ihn waren Ihn ablehnten. Es ist nicht leicht, zutiefst missverstanden zu werden, wenn man versucht, mit Gott zu leben. Als Jesus sagte, dass die Feinde eines Menschen seine eigenen Hausgenossen sein werden (Matthäus 10,36), stammten diese Worte aus eigener Erfahrung.

Die Brüder Jesu glaubten erst an ihn, nachdem er auferstanden war, und während seines irdischen Wirkens stritten sie sich mit Ihm (Johannes 7,3-5).

Heute, so viele Jahre später, glauben wir nicht, dass Jesus verrückt war. Wir denken, dass die, welche um ihn warenverrückt waren, weil sie sagten, Jesus sei von Sinnen! Letztendlich sagt das, was wir über Jesus denken, mehr über uns aus als über Ihn. Er bleibt immer der Sohn Gottes und Gott der Sohn.

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