Der größte Missionar
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Gleichwie du mich in die Welt gesandt hast, so sende auch ich sie in die Welt. (Johannes 17,18)
Johannes 17 ist das beeindruckende Gebet, das Jesus an Gott, den Vater richtet, und das er nur wenige Stunden vor seiner Verhaftung, seiner Verurteilung, seiner Geißelung und seiner Kreuzigung sprach. Jesus betete für sich selbst (1–5), für seine Jünger (6–19) und für uns – diejenigen, die dadurch zum Glauben kommen würden, dass seine Jünger predigen und die Wahrheit verkünden (20–26).
In Vers 18 erfahren wir, woran sich Jesus in seinem Gebet erinnerte: dass der Vater ihn in die Welt gesandt hatte. Anschließend erklärte Jesus, dass er seine Jünger auf dieselbe Weise aussenden würde (so sende auch ich sie in die Welt).
Betrachten wir den ersten Aspekt: dass Jesus Christus der ultimative „Gesandte“ ist, den der Vater gesandt hat, um der verlorenen und bedürftigen Menschheit den Frieden zu bringen. Das macht Jesus zum ersten und größten Missionar, den das Universum je gesehen hat. Ein Missionar ist ein „Gesandter“, und Jesus wurde gesandt, und zwar in die Welt.
Führe dir mal vor Augen, wie der Vater den Sohn in die Welt gesandt hat:
– Jesus wurde im Gegensatz zu Platon oder Aristoteles nicht als Philosoph gesandt, obwohl er eine tiefere Philosophie kannte als sie alle
– Jesus wurde nicht als Erfinder oder Entdecker gesandt, obwohl er in der Lage gewesen wäre, neue Dinge zu erfinden und unbekannte Länder zu entdecken
– Jesus wurde nicht als Herrscher gesandt, obwohl er mächtiger als Alexander der Große oder Julius Cäsar war
– Jesus wurde gesandt um zu lehren
– Jesus wurde gesandt um unter uns zu leben
– Jesus wurde gesandt um für die Wahrheit und die Gerechtigkeit zu leiden
– Jesus wurde gesandt um die verlorene Menschheit zu retten
Verbinde all das damit, wie Jesus seine Jünger aussendet. Denk daran, Jesus sagte, dass es auf dieselbe Weise geschah: Gleichwie du mich … gesandt hast, so sende auch ich sie. Es ist sicherlich richtig, dass Christen großartige Philosophen, Erfinder und sogar Herrscher sein können. Doch diese Begriffe beschreiben nicht einmal ansatzweise, wie das Volk Gottes eigentlich funktioniert.
Als Gläubige, als Nachfolger Jesu Christi, besteht unser größter Dienst an der Welt darin, das Evangelium Jesu Christi zu lehren und zu verkünden, uns mit der verlorenen Menschheit zu identifizieren und ihr zu begegnen, für Wahrheit und Gerechtigkeit zu leiden, wie Gott es uns aufträgt, und Gottes Werkzeuge zu sein, um der Welt seinen Frieden zu bringen. Es ist nicht verkehrt, der Menschheit auf andere Weise zu helfen, doch unsere einzigartige Berufung als Gottes Volk besteht darin, so gesandt zu sein, wie Jesus gesandt wurde.
Interessanterweise sagte Jesus zu Beginn dieses Gebets, dass er nicht für die Welt bete, sondern für sein Volk (17,9). Dennoch steckt in diesem Gebet eine große und aufrichtige Sorge um die Welt. Jesus wollte die Welt erreichen, doch er wollte dies durch Jünger tun, die sich so sehr verändert hatten, dass sie sich aussenden ließen, wie auch Jesus gesandt worden war
Jesus sagte seinen Jüngern, dass er sie verlassen und bald zu seinem Vater zurückkehren werde (Johannes 16,5). Doch Jesus ließ sie nicht im Stich; er sandte sie aus. Das ist ein großer Unterschied.
Jesus sendet uns, so wie der Vater Jesus gesandt hat.
