Der Mann, dem Jesus keine Antwort gab

by | Feb. 22, 2026 | Blog, Wöchentliche Andacht

Herodes aber freute sich sehr, als er Jesus erblickte; denn er hätte ihn schon längst gern gesehen, weil er viel von ihm gehört hatte, und er hoffte, zu sehen, wie ein Zeichen von ihm vollbracht wurde. Er legte ihm denn auch viele Fragen vor; aber er gab ihm keine Antwort. (Lukas 23,8-9)

Als Jesus von den Römern angeklagt und vor das Gericht gestellt wurde, gab es drei Aspekte. Es gab eine erste und dann eine zweite Verhandlung vor Pilatus (Lukas 23,1-7; Lukas 23,13-25). Dazwischen erschien Jesus bei Herodes.

Dieser Herodes – allgemein bekannt als Herodes Antipas – war der Sohn von Herodes dem Großen, der zu der Zeit herrschte, als Jesus geboren wurde. Die Römer erlaubten ihm nur, ein Viertel des Herrschaftsgebiets seines Vaters zu regieren. Aus diesem Grund ist er auch als Herodes der Tetrarch bekannt – das Wort Tetrarch bedeutet „Herrscher über ein Viertel“. Zu seinem Herrschaftsgebiet gehörte Galiläa, und da Jesus aus Galiläa stammte, schickte Pilatus ihn gerne zu Herodes.

Herodes aber freute sich sehr, als er Jesus erblickte; denn er hätte ihn schon längst gern gesehen. Herodes hatte sicherlich viel über Jesus gehört, aber es ging ihm nur darum, Spaß zu haben und unterhalten zu werden. Er hat Jesus nie ernst genommen.

Herodes hoffte, zu sehen, wie ein Zeichen von ihm vollbracht wurde. Herodes schenkte Jesus seine ganze Aufmerksamkeit, und freute sich sehr Ihn zu sehen. Er wollte etwas von Jesus hören (zu Herodes‘ eigenen Bedingungen) und wollte sehen, wie Jesus ein Zeichen tut, also ein Wunder vollbringt. Doch trotz alledem hatte Herodes kein echtes Interesse an Jesus, und das sorgte dafür, dass Herodes verurteilt, und nicht gelobt wurde.

Es gab eine Zeit, in der Herodes Antipas religiöses Interesse geäußert hatte. Er hörte das Wort Gottes von Johannes dem Täufer (Markus 6,20), doch da er weiterhin in seiner Sünde leben, und nichts mit Gott und Seinem Wort zu tun haben wollte, stumpfte sein Gewissen mehr und mehr ab.

Deshalb wollte Herodes von Jesus nur das hören, was ihm gefiel. (Er legte ihm denn auch viele Fragen vor) und er wollte unbedingt ein Zeichen sehen. Auch heute gibt es viele, die wollen, dass Jesus Zeichen und Wunder tut, und es kann sein, dass Jesus diese Menschen genauso betrachtet, wie Er es damals bei Herodes getan hat.

Herodes herrschte über Galiläa, wo Jesus den größten Teil der Zeit seiner Mission verbrachte. Er hatte unzählige Gelegenheiten, Jesus zu hören – Jesus sprach nicht in geheimen Versammlungen oder an versteckten Orten. Hier erkannte Jesus die Wahrheit über Herodes: Er war keiner von denen, die aufrichtig nach Gott suchten. Jesus gab ihm keine Antwort

Herodes dachte: „Hören wir uns an, was der große Lehrer zu sagen hat! Sehen wir uns an, was der Wundertäter zu bieten hat!“ Jesus wusste, dass Herodes ein erbärmlicher, oberflächlicher Mensch war und gab ihm daher keine Antwort. Derselbe Mann, der Johannes den Täufer ermordet hatte, betrachtete Jesus nun als Wundertäter, der nur dazu da war, ihn zu unterhalten. Selbst als andere ihn anklagten, gab Jesus Herodes keine Antwort.

Freunde, Jesus ist nicht hier, um uns zu unterhalten. Jesus Christus nachzufolgen ist das größte Abenteuer, aber Jesus ist nicht dazu da, dafür zu sorgen, dass wir Spaß haben. Wir müssen die Art und Weise, wie Herodes sich Jesus gegenüber verhalten hat, ablehnen und stattdessen den Erlöser wirklich ehren, Ihm vertrauen und uns Ihm ganz hingeben.

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