Die beste Speise die es gibt
Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe. (Johannes 4,34)
In Johannes 4 ist Jesus mit seinen Jüngern auf dem Weg von Jerusalem nach Galiläa. Normalerweise mieden Juden auf dieser Route das Land der Samariter, ein Volk, das sie im Allgemeinen nicht mochten und mit dem sie nicht gut auskamen. Doch Jesus war entschlossen, durch Samaria zu reisen, und auf dem Weg kam Er in die Stadt Sichar – die im Alten Testament auch unter dem Namen Sichem bekannt ist.
Als Jesus an einen Brunnen außerhalb von Sichar kam, schickte Er Seine Jünger ins Dorf, um etwas zu essen zu besorgen. Nachdem die Jünger gegangen waren, führte Jesus ein erstaunliches Gespräch mit einer samaritanischen Frau. Die Unterhaltung, die Jesus mit ihr führte, ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie man das Evangelium verkündet.
Als die Jünger mit dem Essen zurückkehrten, ging die Frau zurück ins Dorf, um den Menschen, die dort lebten von ihrer erstaunlichen Begegnung mit dem Messias zu berichten. Die Jünger drängten Jesus, von dem zu essen, was sie mitgebracht hatten, doch Jesus sagte ihnen, dass er eine Speise habe, die sie nicht kennen (Johannes 4,32). Sie fragten sich, was Jesus damit meinte und wer ihm wohl diese Speise gebracht haben könnte, doch dann erklärte Jesus, dass es um geistliche Dinge ginge, als er sagte, Meine Speise ist die, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe.
Den Willen Seines Vaters im Himmel zu tun, war für Jesus wie eine Speise – es war befriedigend und gab ihm Kraft, genauso wie eine gute Mahlzeit. Jesus wollte damit nicht sagen, dass es nicht wichtig sei, zu essen, zu trinken und sich auszuruhen. Vielmehr wollte er seinen Jüngern klarmachen, dass es im Leben um mehr geht als um diese Dinge; dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt.
Jesus hatte eine Quelle, aus der er mehr Kraft und Zufriedenheit erhielt als aus der Nahrung, die er zu sich nahm. Jesus erklärte seinen Jüngern, dass es ihn mehr als alles andere erfüllte, den Willen seines Gottes und Vaters zu tun.
Jesus sagte nicht einmal: „den Willen meines Vaters zu tun“ sondern, „dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat“. In diesem Fall betrachtete sich Jesus lediglich als einen Diener, nicht als einen Sohn. Das zeigt, dass Jesus vollkommen darauf ausgerichtet war, den Willen seines Meisters zu tun – und das erfüllte ihn so, wie eine gute Speise einen hungrigen Mann oder eine hungrige Frau erfüllt.
Die Erfahrungen unzähliger Menschen im Laufe der Jahrhunderte haben gezeigt, dass Jesus mit dieser Aussage Recht hatte. Es gibt nichts Befriedigenderes, als das Werk Gottes zu tun, was auch immer das für den Gläubigen bedeuten mag. Auch wenn dies unserer Intuition widerspricht und unserem natürlichen Wunsch nach Selbstverwirklichung widerspricht, ist es doch wahr.
Aber es ging Jesus in erster Linie darum, Sein Werk zu vollbringen. Jesus fand seine Erfüllung nicht nur darin, das Werk Gottes zu beginnen, sondern es auch zu vollenden. Als Jesus später am Kreuz sagte: „Es ist vollbracht“ (Joh 19,30), verwendete er denselben Grundgedanken. Jesus fand seine höchste Erfüllung darin, den Willen seines Gottes und Vaters zu tun und dieses Werk am Kreuz zu vollbringen.
Entscheide dich dafür, Gottes Willen in deinem Leben zu tun, und du wirst feststellen, dass dies dich genauso zufriedenstellt und dir Kraft gibt wie eine köstliche Mahlzeit.
